Geschichte hinter Gräbern
Ein Friedhof ist immer mehr als nur eine Ruhestätte der Toten.
Und ein Grabmal ist nie nur eine Erinnerung aus ewigen Stein.
Das Material, die Gestaltung sowie die Inschriften bilden eine Gesamtkomposition, gleich einer künstlerisch gestalteten Unterschrift des Verblichenen. Dessen letzte Versicherung, in Ewigkeit so wahrgenommen zu werden, wie er es gerne wollte.
Um den Persönlichkeiten hinter den historischen, oft reich verzierten Grabmalen auf die Spuren zu kommen, hilft uns die Geschichtswissenschaft durch Ihre Recherche in Archiven und entsprechender Literatur.
Doch auch das liefert nicht immer garantiert umfangreiche Informationen oder einzelne Lebensstationen, im besten Fall einen nachvollziehbaren Lebensweg. Es bleibt eine begrenzte Annäherung und hält zum eigentlichen Menschen, dessen Hoffnungen und wesentlichen Charakter, Distanz.
Auch dieses Projekt kann je nach Quellenlage diese historische Distanz nicht überwinden.
Aber wir können unsere Reichweite in die Vergangenheit gemeinsam etwas verringern, indem wir Licht durch den Nebel der Zeit werfen.
Doch nicht der Historiker, sondern Sie besitzen die richtige Taschenlampe dafür!
Ihre Erinnerungen, Erinnerungsfetzen an Schwänke, Erzählungen der Großeltern, alte lokale Witze oder sogar Fotos und Schätze aus dem Leben der Vorfahren.
Diese gesammelte und tradierte Geschichte innerhalb der Gesellschaft kann sehr hilfreich sein, um Handlungen sowie Begebenheiten nachzuvollziehen und spannende Anekdoten unter dem Staub der Vergessenheit zu bergen.
Es reicht eine Geschichte, die die Großeltern mal über den und jenen zu erzählen wussten.
Manchmal ist es ein kleiner Hinweis auf eine Eigenart, die großen Einfluss auf das Verständnis der gefundenen Hinweise in Archiven hat.
Wir brauchen keine langweilige Zusammenfassung historischer Lebensläufe.
Wir brauchen einen lebensnahen, spannenden Einblick in die Vergangenheit.
Dies ist möglich.
Durch Ihre Erinnerungen und den tradierten Geschichten, die man sich auch innerhalb von Familien noch immer gerne erzählt.





Mit diesem Projekt soll jeder von uns eine kleine Zeitmaschine in die Hände bekommen.
Ein kleines Buch voller recherchierter Anekdoten aus dem Leben historischer Persönlichkeiten, eingeflochten in kurzweilige Biographien und veredelt mit den Erinnerungen der heutigen Rochlitzer Bürger.
Damit können Rochlitzer und Interessierte den Spuren der alten Stadtbewohner folgen - kurzweilig, spannend, unterhaltsam.
Das Projekt
Blicken wir unseren Ahnen beim Erhalt nerviger Strafzettel über die Schultern und stehen Ihnen bei dem einen oder anderen stadtweiten Skandal bei.
Aktuell forsche ich dazu in verschiedenen Archiven.
Doch der lebenswichtige Funke für diese Arbeit sind Ihre Erinnerungen.
Nehmen Sie mit mir Kontakt auf und lassen Sie uns gemeinsam mit Ihren Wissen und Erinnerungen Rochlitzer Geschichte schreiben.
Ich freue mich auf Ihre Mithilfe!
Ivonne Selig
Die Idee
Friedhof Rochlitz
Fotocredit: Ivonne Selig